Ein Kernthema grüner Politik: Der fortschreitende Klimawandel

Die globale Erwärmung betrifft eben nicht nur die kleinen Inselstaaten im Pazifik, das Abschmelzen der Pole oder der Gletscher, sondern eben auch uns direkt hier in Gomaringen. Im letzten Sommer haben wir bereits erlebt, welche Auswirkungen eine viele Wochen andauernde Hitze- und Trockenperiode auf uns hier im Ort und auch für die Landwirtschaft in unserer Umgebung bedeutet.

In 2015 habe ich am Vortrag eines Professors des Alfred Wegener Instituts, Bremerhaven in Dußlingen über „Fakten des Weltklimarates“ teilgenommen. Drei Kernaussagen hat er dort getroffen:

  • Ich beobachte seit Jahren die Aussagen der Klimamodelle: Sie sagen alle eine erhebliche Erwärmung voraus. Daran hat sich seit Jahren nichts geändert, nur die Genauigkeit wird immer besser.
  • Wenn ich diesen Vortrag vor Erwachsenen halte, kommen viele Fragen, die die Faktenlage oder einzelne Aussagen anzweifeln.
    Wenn ich den gleichen Vortrag vor Schülern und Studenten halte, kommt nur eine einzige Frage: „Warum tut ihr so wenig?“
  • Was die Modelle auch alle voraussagen, ist: Je länger man zögert, hier gegenzusteuern, desto drastischer müssen die Maßnahmen werden, um die Erwärmung in Grenzen zu halten.

Wie weit die Entwicklung mittlerweile gekommen ist, zeigt eine Grafik, die Spiegel Online im Vorfeld zur Klimakonferenz in Katowice veröffentlicht hat:
Um die globale Erwärmung unter 1,5 bis 2°C zu halten, muß spätestens bis 2050 die CO2-Emission weltweit auf Null zurückgehen.
hier geht's zum Artikel von Spiegel Online: Vollbremsung für's Klima: Emissionsscenarien passend zu den Pariser Klimazielen

Wohlgemerkt: hier geht es nicht um die Emissionen von neuen Gebäuden, Wohnvierteln oder neuen PKWs, dies bedeutet schlicht, dass in ganz Gomaringen in 30 Jahren keine einzige Kohle-, Öl-, oder Gasheizung mehr brennen darf! Das zu realisieren ist schlicht utopisch, d.h. was die Erwärmung angeht, ist, wie man hier sagt „d’ Katz‘ is de' Boom nuff‘.Aber dafür zeigt sie um so deutlicher, wie wichtig jede einzelne Maßnahme zur CO2-Reduzierung ist.

Jetzt fragt sich allerdings, wie wir mit diesen Aussagen umgehen:

  • Man könnte sagen, dass dies alles Fake-News sind und die Chinesen, die Russen, oder wer auch immer dieses Thema in die Welt setzen, um Verunsicherung oder oder oder zu schüren.
    Kein Kommentar hierzu.
  • Man könnte sagen, das Maßnahmen, die jeder Einzelne hier in Gomaringen, und erst recht die Gemeindeverwaltung, zur CO2-Begrenzung treffen kann, einen extrem geringen Einfluss haben, verglichen mit dem, was in China, den USA oder den Ölstaaten am Golf freigesetzt wird.
    Das ist soweit sicher richtig. Hieraus aber abzuleiten „ich kann da sowieso nichts dran ändern, drum gebe ich dafür kein Geld aus“ ist in meinen Augen äußerst egoistisch. Jeder, der Kinder oder sogar Enkel hat, wird irgendwann die Frage beantworten müssen: „Was hast du persönlich getan, um die Situation zu verhindern, mit dem wir jetzt leben müssen?“.
  • „Ich bin nur ein Einzelner, und ich allein kann nicht die Welt retten. Aber was ich tun kan, das tue ich.“, das ist meine Motivation.

Dr. Hartmut Rombach
Gomaringen, 06.02.2019

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